Review: Phenomden – Eiland

Es gibt wieder Neues vom Schweizer Reggae-Urgestein Phenomden. Am 2. Dezember 2011 ist das vierte Album “Eiland” bei One Ton erschienen. Die Entstehungsgeschichte zum Album lief folgendermaßen ab: Nach der Tour zu seinem letzten Album “Gangdalang” verabschiedete sich Phenomden für ein Jahr in das Ursprungsland seiner Lieblingsmusik: Jamaika. Dort trat Phenomden auf verschiedenen Veranstaltungen auf und er produzierte Songs mit einheimischen Musikern. Die Songs zum Album “Eiland” entstanden jedoch ausschließlich mit der Band The Scrucialists, mit der er seit 2005 zusammen auftritt.

Tracklist

  1. Eiland
  2. Gib danke
  3. Meh Liebi
  4. Sänger
  5. Zögere nöd
  6. Oh was für en Tag
  7. Mystisch das gseh
  8. Fearless
  9. Stadt
  10. Frei sii
  11. Bandite und Gängschter
  12. Reis
  13. Nur Muet

Wer Phenomden kennt, weiß, dass er ausschließlich auf schweizerdeutsch singt. Schweizerdeutsch mag zwar zu Beginn etwas schwer zu verstehen sein, legt sich jedoch, wenn man das Album mehrere Male aufmerksam durchört. Es macht sich positiv bemerkbar, dass Phenomdens Stimme noch einen Tick besser geworden ist, seit er während seines Aufenthalt auf der Karibikinsel Jamaika, auch Gesangsunterricht genommen. Man darf also mit Recht behaupten, dass sein Gesangsstil jamaikanischer geworden ist, obwohl er auf schweizerdeutsch singt. Inhaltlich behandeln die Songs auf “Eiland” persönliche, witzige oder gesellschaftskritischen Themen. Jedoch bleibt die musikalische  Abwechslung etwas auf der Strecke. Das Vorgängeralbum “Gangdalang” war nach meinem Empfinden eine ganze Spur aufregender. Dennoch will beim Hören vom Album “Eiland” nicht so wirklich Langeweile aufkommen. Die Songs gehen alle gut ins Ohr und verleihen dem Hörer ein zufriedenes Lächeln. Besonders der Song “Fearless” hat das Potential massenweise Gänsehaut zu verleihen. “Nur Muet” verleiht außerdem in vielen Situationen gute Laune.

Fazit

Phenomden gelingt mit “Eiland” eingängiges Album auf hohen Niveau. Lediglich die klangliche Abwechslung bleibt etwas auf der Strecke. Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Phenomden Musik geht ins Ohr und das ist, was zählt.

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