Manua hat im Januar ihre zweite EP “Ladypower” als Free MP3 Donwload, sowie als CD veröffentlicht. Passend dazu, gibt es jetzt ein Interview mit Manua. Viel Spaß beim Lesen!
Oleejah.de (Oleejah): Hi Manua. Schön, dass du dir Zeit für ein Interview genommen hast. Stell dich doch mal kurz den Lesern von Oleejah.de vor.
Manua (Manua): Hey Oleejah! Ja, meinen Namen hast du ja erwähnt: Manua. Ich lebe in Mannheim und mache seit ca. 10 Jahren Musik, beziehungsweise schreibe meine Lieder. 2005 habe ich angefangen Texte auf Riddims zu schreiben und 2006 habe ich dann meine erste Dancehall-Reggae EP „Riddim Warriors“ veröffentlicht.
Oleejah: Vor kurzem hast du deine neue EP “Ladypower” auf Reggae-Town.de zum kostenlosen Download veröffentlicht. Es gibt die EP, wie ich schon feststellen durfte, auch als CD in Vinyl Optik im Jewelcase. Wie fühlt es sich an, nach 2006 wieder etwas veröffentlicht zu haben? Wie war die bisherige Resonanz auf “Ladypower”?
Manua: Zwischenzeitlich hat sich bei mir einiges bewegt. Kurz nach der Veröffentlichung von “Riddim Warriors” bin ich auf eine längere Reise gegangen und nach meiner Rückkehr musste ich, nach einem Studio- und Produzentenwechsel, praktisch wieder von vorne beginnen. Von daher fühlt es sich gut an endlich wieder etwas zu veröffentlichen!
Das bisherige Feedback zu “Ladypower” war größtenteils sehr positiv. Wie Du schon sagtest gibt es die EP bei Reggae-Town.de zum Free-Download und wie ich sehen kann, wird der Link auch stark genutzt. Ebenso fand die CD zwischenzeitlich auch bei Gigs und über Internet-Order einige Abnehmer. Das freut mich.
Oleejah: Deine aktuelle EP “Ladypower” ist nach “Riddim Warriors” deine zweite. Inwiefern unterscheidet sich “Ladypower” von “Riddim Warriors”?
Manua: Ich glaube da gibt es große Unterschiede. Mittlerweile arbeite ich, wie gesagt, mit anderen Leuten und auch Bands zusammen. Da kommen dann auch wieder ganz neue Einflüsse und Ideen zusammen. Auch die Riddims zu “Ladypower” sind diesmal von ganz verschiedenen Produktions-Schmieden, was das ganze für mich viel vielfältiger macht. Eine große Bereicherung war für mich die Zusammenarbeit mit Boomrush Backup und mit meinen Produzenten Martin Dölger und Alexander Frey haben wir auch einen ordentlich dicken Sound kreiert. Ich denke man kann die musikalische Weiterentwicklung deutlich raus hören.
Oleejah: Wie der EP Titel “Ladypower” schon andeutet, finden sich ausschließlich Sängerinnen als Feature wieder. Wer ist alles mit auf “Ladypower” vertreten und wie kam es zu den unterschiedlichen Gastbeiträgen?
Manua: Generell finde ich es nach wie vor sehr schade, dass es in der deutschen Reggae-Szene leider nur wenige Frauen auf die Bühnen schaffen. Und das obwohl da, wie ich denke, jede Menge Potenzial vorhanden ist. So entstand die Idee, ausschließlich weibliche Sängerinnen als Features für diese EP einzuplanen.
Mit Klaurice entstand das erste Feature “Uman fi run tings”. Sie unterstützte mich bei Konzerten im Background und es lag nahe, dass wir einen Tune zusammen machen.
Die Zusammenarbeit mit Simply Cat und MANJA kam durch unser Zusammentreffen beim Female Reggae Showcase zustande. Ich war von Beiden sowohl musikalisch und auch stimmlich total begeistert und hätte mir keine besseren Gastbeiträge zu den jeweiligen Tunes wünschen können.
Oleejah: Die meisten deiner Songs fallen in das Genre “Dancehall”. Was ist für dich das faszinierende an Dancehall?
Manua: Ich mag sowohl Reggae, als auch Dancehall. Was mich am Dancehall fasziniert, sagt der Name selbst schon größtenteils aus. Mich rocken einfach der extrem tanzbare Rhythmus und das Feier-Feeling. Ich denk das geht den meisten so. Was mich textlich rockt – da gibt’s dann wieder Unterschiede…
Oleejah: Wie bist du zum Reggae gekommen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?
Manua: Angefangen, bewusst Reggae zu hören, habe ich ungefähr 1999. Nach meinem ersten Festival Chiemsee Reggae 2001, war es dann ganz um mich geschehen (lacht). Ich hab den Vibe dort echt aufgesogen und für mich vergeht seither auch kein Sommer mehr ohne Festival.
Oleejah: Welche Musik beeinflusst dich neben Reggae mit allen seinen Subgenres am stärksten und warum?
Manua: Ich beschränke mich da nicht wirklich auf spezielle Musikrichtungen. Ich kann in fast jedem Genre etwas finden was mir gefällt, da bin ich sehr offen. Ich lege eher Wert auf Inhalte, Sound und meine persönliche Stimmung. Wenn´s gefällt – ist alles gut!
Oleejah: Stichwort: “Reggae in Deutschland”. Wie würdest du die “deutsche Reggae Szene” charakterisieren?
Manua: Ich würde sagen, dass sich die Szene in Deutschland in den letzten Jahren stark entwickelt und verändert hat. Ich habe den Eindruck es wird alles etwas spezifischer und differenzierter was die Subgenres angeht.
Generell denke ich, dass man die Szene nicht unbedingt deutschlandweit gleich charakterisieren kann. Ich habe da Unterschiede von Stadt zu Stadt festgestellt.
Ich bin aber sehr froh darüber das Reggae in Deutschland in den letzten Jahren sehr viele Fans dazu gewonnen hat und ich hoffe, dass diese Entwicklung auch noch eine Weile anhält.
Allerdings sind auch wir leider nicht vor Babylon gefeit und sollten darauf achten, dass es nicht allzu starken Einzug nimmt – an der einen oder anderen Ecke.
Oleejah: Zum Abschluss: Was möchtest du den Lesern von Oleejah.de noch mit auf den Weg geben?
Manua: Ja, danke dir für das Interview! Und für alle da draußen, die “Ladypower” noch nicht gehört haben – geht auf Reggae-Town.de und zieht euch die EP bei den Downloads, oder ordert die CD direkt bei mir unter: manuamusic@myspace.com
Ich wünsch euch viel Spaß beim Hören und freu mich auf die Konzerte mit euch diesen Sommer!
Bleibt euren Wurzeln treu!
Big up & Bless!
Oleejah: Vielen Dank für das Interview. Big up!
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