Nach einiger Zeit gibt es wieder ein kleines Interview auf Oleejah.de zu lesen. Dieses Mal habe ich Mc von Riddim Impact mit Fragen zur aktuellen Lage der Band gelöchert.
Oleejah.de (Oleejah): Hi Riddim Impact! Vielen Dank, dass ihr euch etwas Zeit für ein Interview genommen habt. Stellt euch doch mal den Lesern von Oleejah.de vor.
Riddim Impact (Mc): Wir sind im Grunde genommen aus zwei Bands zusammengesetzt: Sam Ragga Band und Chantin Kings. Beide waren in Hamburg beheimatet und sie sind in ihrer Zeit recht aktiv gewesen – Sam Ragga wohl noch mal deutlich mehr als Chantin Kings.
Oleejah: Ihr habt mir geschrieben, dass ihr gerade im Studio seid und an neuem Material arbeitet. Woran arbeitet ihr gerade? In welcher Form und wann darf man mit der Veröffentlichung rechnen?
Mc: Das weiß ich selber nicht. Wir wollen die gemasterten Riddims abwarten und würden diese dann gerne an verschiedene Sänger weiterreichen. Dann werden wir mal sehen wer die besten Versionen voiced und was wir anschließend damit machen.
Oleejah: Ihr bietet seit kurzem einen so genannten „Pre Release Club“. Was kann man sich darunter genau vorstellen? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Mc: Der „Press Release Club“ richtet sich an alle die immer „etwas besser“ informiert sein wollen. Also die Webmaster, um dann über unsere News berichten zu können, aber auch Fans, die gerne aus erster Hand informiert werden wollen. Man kann auf dem MySpace das Banner anklicken oder eine Mail schreiben, und bekommt dann z.B. die Aufnahmen schon mal als Roughmix zu hören, oder kann Fotos sehen, die sonst nicht verwendet werden.
Oleejah: Ihr arbeitet auch mit dem Sänger Mighty Howard zusammen. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?
Mc: Wir haben ihn in 2009 aufgebaut und mit ihm ein paar Konzerte und Festivals gespielt. Leider sehen wir grundlegende Dinge sehr verschieden, gerade die professionellen Grundsätze, weswegen ich meine persönliche Ambition recht schnell zurückgeschraubt habe… seit dem haben wir nur noch unseren Tourplan abgespielt und die Studioarbeit angefangen.
Oleejah: Wird es ein Album von Mighty Howard und Riddim Impact geben?
Mc: Ich glaube nicht.
Oleejah: Arbeitet ihr noch mit anderen Künstlern zusammen?
Mc: Yo, gerade jetzt zum Winter hin zunehmend. Wir wurden gebeten eine Backingband für Open Mic Session Event in Hamburg zusammenzustellen, was relativ einfach war – weil wir ja aus einem großen Pool guter Leute schöpfen können – und haben die ersten paar Sessions schon gespielt. Das sind so Open Mic Geschichten. Wir bieten dort eine Playlist mit bekannten und eigenen Chantin Kings Riddims an und die Session Besucher jammen dann darauf bzw. haben Versionen vorbereitet, die sie präsentieren können. Die meisten Leute im Publikum leben Reggae. Da Reggae ihr täglicher Lebensinhalt ist, haben sie entsprechend auch eigene Texte zu fast jedem Riddim auf Lager.
In den nächsten Tagen wird wohl der dauerhafte Deal mit den Veranstalter besiegelt, dann kann ich dir auch mehr erzählen.
Jedenfalls heißt die Crew Resident Allstars und ist wieder mit Leuten von Chantin Kings und Sam Ragga bestückt.
Oleejah: Ihr wart diesen Sommer als Backing-Band von Mighty Howard unterwegs. Wie war die Tour für euch? Welche Ereignisse werden euch in Erinnerung bleiben?
Mc: Oh, sehr viel verschiedenes, und es war sehr interessant mit Howard, aber darüber möchte ich nicht so viel reden. Riddim Impact ist ne super Band und ich freue mich total dass ich fast in jeder der anderen Formationen jemanden von Riddim Impact und Chantin Kings dabei habe! Dass ist, was ich eben mit Pool meinte; egal für welchen Zweck im Reggae Bereich, es sind immer die selben Leute anders kombiniert und ich freue mich bei jeder Session und Show wie gut wir zusammen können und wie easy der Umgang untereinander ist.
Seit den Shows mit Howard ist mir vor allem klar, was ich an Sängern am meisten schätze und was das wichtigste abgesehen von deren Kreativität ist…
Oleejah: Was sind die Resident Allstars? Was kann man sich darunter vorstellen?
Mc: Yo, wie ich sagte – wir sind ein paar Jungs aus den anderen Bands, neu formiert um auf den Afri Ham Jam Sessions die Riddims zu geben. Wir haben zwar nie dafür geprobt, sind aber sehr eingespielt und ich liebe diese spontanen Arrangements mit der Crew oder auch nur von Micky dem Drummer und mir. OneDrops setzen, Riddim Chunk und erst auf Drei wieder rein und so. Man muss zwar immer gegen den Lärm anschreien, aber es macht so derbe Spaß wenn dann alles funktioniert! Das ist genau das, was bei den Shows mit Riddim Impact ein bisschen fehlte: Diese Action, das ständige Aufpassen und arrangieren..! Wir kennen die Sänger kaum und einige wollen alle paar Minuten Mix Ups, dass muss man erst mal mitbekommen – denn viele der Sänger singen in derben Patois oder afrikanischen Slangs… Kurz gesagt ist dass wohl mein neues Lieblingsprojekt. Während mir bei RI oft ein bisschen langweilig war, was man ja auf den Videos sogar sehen kann, muss ich hier noch aufpassen dass ich nicht als einziger verpasse irgendwelche Änderungen mitzubekommen.
Oleejah: Was möchtet ihr den Lesern von Oleejah.de noch mit auf den Weg geben?
Mc: Naja, wenn ihr im Norden wohnt kommt auf jeden Fall bei den Afri Ham Jam Sessions vorbei, und ansonsten halt das übliche… Jeder von uns hat unendliche Möglichkeiten sich einzubringen, auf Atomstrom verzichten wenn man sagt man sei dagegen usw. Es liegt nämlich doch alles in unserer Hand…
Kauft nicht bei Monopolisten, fahrt mehr Fahrrad und lächelt die alten Leute an! Bless!
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