Heute stelle ich das Erstlingswerk der sieben aufstrebenden Offbeatakrobaten aus dem schönen Zwei-Burgen-Städtchen Weinheim an der Bergstraße vor. Im Oktober 2007 fanden die sieben Jungs sich zusammen und nach den ersten Proben war klar, dass ihr Sound Potential hat. Ich war selbst bei einer der ersten Proben mit dabei und war von Anfang an überzeugt, dass SOUNDITION noch einiges bevorsteht. Die EP namens “Kaleidoskop” hat es trotz nur vier Liedern in sich. Doch zuerst einmal die….
Tracklist
01. Ridder
02. Tunefish
03. Und ich lauf
04. Burn Johnny
“Ridder” ist neben den zwei Ska Tunes “Tunefish” und “Burn Johnny” der einzige reggaetypische Song auf der EP. Das Ohr merkt gleich, dass die Passagen in jamaikanisch-kreolischem English gehalten sind, von Sänger Mr. Frogg korrekt und nahezu akzentfrei gesungen werden. Einziges Manko: Der Song hat meiner Ansicht nach zu viel Hall drin und daher rummsen die “Mix” Passagen des Riddims nicht so gut im Bauch. Nachdem SOUNDITION überzeugend und teilweise etwas ironisch dargelegt haben, dass sie “nicht wieder so ne Reggae Band” sind, sondern etwas ganz eigenes, fängt auch der Goldfisch in “Tunefish” schon zu tanzen an. Der sogenannte “Tunefish” ist ein Goldfisch, der in seinem Behältnis zu tanzen beginnt, wenn sein Besitzer Musik von Bob Marley & Co in den CD Player legt und auf die Playtaste drückt. Bei diesem Ska Tune muss man einfach tanzen oder man hat das Pech ohne Tanz-Gen geboren worden zu sein. Nachdem der Goldfisch durch sein Glas getanzt ist, wird es eine ganze Schiene ruhiger. Ein eher Rock-Pop typischer Song “Und ich lauf” fesselt den Hörer mit seiner Sehnsucht nach Freiheit und drückt gleichzeitig auch ein starkes Fernweh Gefühl aus. Lassen wir uns überzeugen und laufen “…der Sonne entgegen”. Das Ende von “Kaleidoskop” leitet der zweite Ska Tune “Burn Johnny” ein. Mittlerweile hat dieser Tune im Rhein-Neckar-Kreis Kultstatus erreicht, dass man an den Reaktionen vom Publikum auf den Konzerten unweigerlich zu spüren bekommt. Der Ganja verherrlichende, teilweise auch etwas sinnfreie Text scheint das Publikum nie zu stören, obwohl ich persönlich als notorischer Anti-Kiffer nicht wirklich etwas damit anfangen kann. Aber der Song entzündet die Luft und es brennt in den Ohren und in jeder Nervenzelle des Körpers wie Benzin. Das Herz will mehr und man ärgert sich, dass nach “Burn Johnny” die EP schon zu Ende ist. Man möchte mehr. Immer mehr. Da die Jungs sehr produktiv sind – was eigene Kompositionen betrifft – darf man wohl in Zukunft auf ein Album hoffen, dass einem den Hunger nach mehr, der unweigerlich nach dem Hören dieser CD zurückbleibt, stillen wird.
Fazit
Außer ein paar klang technische Schwächen – in Ridder ist etwas zuviel Hall – macht “Kaleidoskop” gute Laune, verleitet stark zum Tanzen und regt dabei gleichzeitig auch zum Nachdenken an. Die EP ist auf jeden Fall eines: mitreißend. Das Ohr schreit nach mehr. Das Herz schreit nach mehr. Um seinen Hunger weiterhin zu stillen: Raus aus den vier Wänden und auf die Konzerte gehen! Dann gibt auch mehr als nur vier Songs!
Erschienen ist die Scheibe am 23. Dezember 2008 und ist auf der Homepage von SOUNDITION, sowie auf deren Konzerten erhältlich.
Verlosung
Oleejah verlost 2x ein nagelneues Kaleidoskop aus dem Hause SOUNDITION. Schreibe einfach eine Email an info@oleejah.de und beantworte folgende Frage: Was bedeutet der Name Soundition? Einsendeschluss ist der 30. Mai 2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mehr Info








